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Psyche, Unterbewusstsein und der Kinderwunsch
Das Gleichgewicht zwischen Mann und Frau und der Ur-Trieb, sich fortzupflanzen
Ungewollt kinderlos zu bleiben, ist unglaublich schmerzlich. Viele Außenstehende verstehen oft nicht, wieso es so schmerzlich und traurig sein kann, ohne Familie zu bleiben. Oft werden einem die Vorteile eines kinderlosen und “freien” Lebens aufgezählt, doch all dies zählt nicht.
Ein Zitat sagt: “Kinder sind das Karussell des Lebens”. Kinder sind die treibende Kraft. Diese Worte verdeutlichen eine Wahrheit, der wir nicht aus dem Wege gehen können.
Sich fortzupflanzen, ist einer der ältesten und tiefsten Ur-Triebe des Menschen. Der Mann möchte seine Saat pflanzen und die Frau möchte sie austragen, gebären und großziehen. Dies sind Urinstinkte, die seit Anbeginn der Zeiten im Menschen verwurzelt sind. Und nicht nur im Menschen, egal, wohin wir sehen, ob im Tier - oder Pflanzenreich: Fortpflanzung und Artenerhalt ist die Triebfeder eines jeden Daseins auf dieser Erde.
Als Frauen haben wir diese Instinkte in der Regel schon im Kleinmädchenalter, wenn wir liebevoll unsere Puppenbabies wickeln oder mit unseren Barbies spielen. Manch einer Feministin mögen nun die Haare zu Berge stehen, doch bevor es soweit kommt, möchte ich dabei betonen, dass dies nichts mit patriarchischen Ansichten zu tun hat, sondern nur eine tief in uns verwurzelte Wahrheit ist - die es nicht ausschließen sollte, dass frau dennoch Karriere macht und ihr Leben lebt, wie sie es will.
Männer als auch Frauen haben ihre eigenen verwurzelten Triebe. Frauen sind weich, fürsorglich und managen Haushalt und Familie, so wie die Ur-Neandertalerin es schon getan hat, während der Mann versorgende und beschützende Aufgaben hat. Dies sind die Aufgabenverteilungen - die tief verwurzelten Aufgabenverteilungen - von Mann und Frau. Und keine Aufgabe ist der anderen gegenüber weniger wert.
Heute ist es allerdings für die meisten Frauen und Männer schwer, dieses Bild zu erfüllen. Frauen, die in Beruf und Karriere erfolgreich sein wollen, dürfen oft nicht weich und weiblich sein, um in der Männerwelt zu bestehen.
Männer haben es aber heute auch nicht leicht, den Spagat zwischen dem erwünschten männlichen, weichen, sensiblen Frauenversteher und dem maskulinen Muskelmann aus der Werbung zu schaffen. Zudem wird ihnen schnell vorgeworfen, frauenfeindlich zu sein, wenn sie ihre Rolle als “Versorger und Beschützer” ausleben möchten. Es ist für beide Geschlechter heute nicht leicht, ihre Rollenverteilung zu klären und ihre ureigenen masculinen und femininen Eigenschaften dabei nicht zu verleugnen.
Denn die Verleugnung unserer Weiblich- oder Männlichkeit - oder gewisser Züge davon- ist nicht gesund. Es ist, als leugneten wir einen Teil unseres Körpers ab - unser Bein oder unseren Fuss, weil er uns nicht gefällt oder weil wir mit ihn pauschalisierte Vorstellungen verknüpfen, die nicht der Realität entsprechen.
Es ist wichtig, sich unserer Weiblichkeit und Männlichkeit wieder bewusst zu werden, denn sie gehört nun einmal zum Vater- und Mutterwerden- und sein dazu. Es gibt hierbei wie bei allem nicht nur schwarz und weiß. Frau kann durchaus sehr weiblich sein und einen Vorstandposten haben und man(n)kann männlich und dennoch sensibel und ein verständnisvoller Partner sein, der seine Frau nur aufgrund seiner Männlichkeit nicht zu einer Tätigkeit hinter dem Herde verbannen will.
Es ist wichtig, diese Urtriebe nicht abzuleugnen, denn sie sind für die Empfängnis durchaus wichtig.
So schön und romantisch die Vorstellung, ein Kind zu empfangen, zu gebären und eine eigene Familie zu gründen auch sein mag, so ist sie doch auch mit vielen Ängsten verknüpft, die wir uns zum Teil nicht eingestehen wollen und können.
Die meisten davon kennen wir, wenn wir tief in uns hineinhören: Die Angst, keine gute Mutter / kein guter Vater zu sein. Die Angst, die Beziehung können an den Belastungen durch ein Kind zerbrechen oder an Qualität verlieren. Die Angst vor finanziellen Einschnitten. Die Angst, der Belastung nicht standzuhalten. Die Angst, zu vereinsamen, Die Angst, so viele der Dinge, die man momentan noch tut und so sehr schätzt, aufgeben zu müssen.
Dies sind vollkommen normale Ängste und Bedenken und vermutlich hat sie ein jedes Paar, das in der Familienplanung steckt. Doch wieso scheinen sie bei manchen Paaren entscheidend für die Empfängnis und bei machen nicht?
Sobald wir mit manchen dieser Ängste noch viel tiefer verwurzelte, sprich tief in unserem Unterbewusstein vergrabene, Ängste oder Wahrheiten verknüpfen, verstärken sich diese Ängste und inneren Überzeugungen und wirken auf unseren Körper.
Man kann es sich vielleicht so vorstellen, dass sie sich mit den “üblichen” Ängsten koppeln und als eine Art Verstärker wirken.
Die Rolle des Unterbewusstseins ist hier ganz entscheidend. Das Unterbewusstsein hat einen unglaublich starken Einfluss auf unseren Körper. Wir merken das meistens nicht, weil wir nicht darauf achten. Aber es ist unser Unterbewusstsein, dass uns dazu bringt, uns in dunklen, engen Gängen unwohl zu fühlen oder uns die Hände zu waschen, wenn wir aus einer Situation kommen, die wir als unangenehm oder unsauber empfanden.
Das Unterbewusstsein scheint dabei mehrere Schichten zu besitzen, die oben angesprochenen sind dabei mit Sicherheit die, die relativ weit oben liegen, weil man ihre Wurzeln mit etwas Beobachtung gut erkennen kann.
Aber es gibt Dinge, die sind sehr tief in uns verwurzelt, oft so tief, dass man ihre Ursprünge kaum oder nur sehr schwer finden kann.
Ein Beispiel hierfür: Eine Frau wurde als Kind in einen dunklen Keller gesperrt und litt dort furchtbare Ängste. Dieses Erlebnis geriet mit den Jahren fast vollkommen in Vergessenheit. Doch irgendwann stellte sich heraus, dass diese Frau an diesem Punkt scheinbar aufgehört hatte, erwachsen zu werden. Sie hatte Ängste vor dem Erwachsen sein - und somit war ein Teil ihres Unterbewusstseins offenbar immer noch Kind. Und genau dieser Teil schien über ihren Körper - im sexuellen / empfänglichen Sinne - die Kontrolle genommen zu haben... ein Kind empfängt nun einmal nicht.
Erst als dieses “Trauma” entdeckt und gelöst war, konnte die Frau empfangen (und tat das übrigens auch!).
Die meisten Verwurzelungen, die in den oberen Schichten unseres Unterbewusstseins sitzen, können wir jedoch selbst bearbeiten.
Man spricht hierbei gerne von “inneren Bildern”. Man kann sehr leicht herausfinden, wie man hierbei “gepolt” ist, in dem man sich zwei Argumente gegenüber stellt:
Ich bin unfruchtbar.
Ich bin fruchtbar.
Und schaut, worauf man die stärkste Reaktion verspürt. Nun kann man an diesen “Programmierungen” ganz einfach arbeiten, indem man das “falsch gepolte” innere Bild ändert. Also: Ich BIN fruchtbar. Genau diesen Satz sollte man sich immer und immer wieder verinnerlichen.
Es klingt zu einfach, aber so arbeitet unser Unterbewusstsein tatsächlich.
Bei tieferen Verwurzelungen brauchen wir oft Hilfe. Gerade bei den Dingen, die in unserer eigenen Kindheit oder sogar in der Schwangerschaft geschehen sind. Diese sind für uns selbst nur sehr schwer erreichbar.
Im Kinderwunschbereich erweisen sich allerdings sehr oft genau diese Verwurzelungen als entscheidend.
Hilfe findet man hier bei Hypnotherapeuten, die den Patienten in Hypnose versetzen und mit ihm gemeinsam ins Unterbewusstsein abtauchen können. Diese Methode ist eine sehr wirksame, allerdings ist bei der Therapeutenwahl wie so oft Vorsicht geboten.
Aber auch die Homöopathie arbeitet tief ins Unterbewusstsein mit hinein! Auch eine konservative psychotherapeutische Gesprächstherapie kann hier gut ansetzen.
Seminare nach Hellinger sind ebenfalls gut geeignet, allerdings ist auch hier Vorsicht geboten, was die Therapeutenwahl betrifft.
Oft hilft schon als Selbsthilfe die sogenannte Emotionalkörpertherapie, die auf einer anderen Seite vorgestellt wird.
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