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Die Herkunftsfamilie

Erfahrungen zeigen, dass Empfängsnisstörungen oft mit Verstrickungen aus der Herkunftsfamilie zusammenhängen können, also aus Konflikten mit Mutter, Vater, Geschwistern oder Großeltern. Manchmal reicht dies sogar bis in die zweite oder dritte Generation zurück.

Das klassische systemische Familienstellen wurde von Bert Hellinger erfunden und wird inzwischen von vielen Therapeuten in speziellen Seminaren angeboten. Die Familienstellentherapie spaltet die meisten dabei in zwei Lager: scharfe Kritiker und begeisterte Anhänger.

Fakt ist, dass das Familienstellen an Punkten ansetzen kann, an denen es uns sonst nicht möglich ist, anzusetzen - oft schon alleine aus dem Grund, dass wir uns gar nicht eines vorhandenen Konfliktes bewusst sind.

Das Familienstellen und die Vorgehensweise zu erklären,halten viele für unmöglich. Am besten ist es, sich das ganze anzusehen. Bei vielen Seminaren besteht die Möglichkeit, erst einmal als “Stellvertreter” teilzunehmen und sich das ganze anzuschauen.

Dennoch möchte ich versuchen, in groben Zügen zu schildern, wie ein typisches Seminar abläuft:

Eine Person stellt Mitglieder ihrer Familie auf. Dazu sucht sie sich aus der Gruppe der anderen Teilnehmer willkürlich Leute aus und stellt sie in der Mitte des Raumes an einen gewissen Ort, der ihr passend erscheint. Alleine an der Aufstellung sprich Platzierung der Teilnehmer kann man meist schon gewisse Tendenzen erkennen (beispielsweise wenn die Mutter weit vom Vater weg steht - Anzeichen für eine Entfremdung).

Meistens kennt der oder die Aufsteller/in die anderen Personen aus der Gruppe nicht, geschweige denn kennen diese dessen/deren Mutter/Vater usw.

Das Phänomen des Familienstellens ist, dass die Stellvertreter trotz der Tatsache, dass sie die von ihnen stellvertretene Person in der Regel nicht kennen, offensichtlich deren Gefühle und Regungen übernehmen und ausdrücken.

So können den Konflikten auf dieser Ebene auf den Grund gegangen werden.

Der / Die Aufstellende sitzt dabei nur dabei und schaut zu.

Das Familienstellen ist also eine Art Rollenspiel, nur dass die Personen, welche die Rollen “spielen” ihre lebenden Vorbilder nicht kennnen und dennoch deren Gefühle spüren.

Eine Erklärung dafür gibt es nicht. Dennoch ist erwiesen, dass die Familienstellentherapie an Punkten ansetzen kann, an denen das die meisten anderen Therapien nicht können, da sie eben auch auf das soziale Umfeld greifen kann, ohne dass dieses dabei direkt “mitagieren” muss- stellvertretend eben nur.

Die Familienstellentherapie ist inzwischen auch in der Psychotherapie größtenteils anerkannt.

Allerdings ist auch hier bei der Wahl des Seminarleiters Vorsicht geboten. Nicht umsonst steht das Familienstellen oft wegen seiner harten Methoden in der Kritik.

Es gibt spezielle Kinderwunschaufstellungen, die sehr sensibel und mit einem großen Erfahrungsschatz an genau dieses Problem heranzugehen verstehen.

Weiteres findet ihr auf www.kinderwunschhilfe.de

 

baum

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